
Die richtige Domain für Ihr Projekt finden: Eine Checkliste
Eine Domain begleitet ein Projekt oft länger als jedes Logo, jeder Server und jede Agentur. Sie steht auf Visitenkarten, in E-Mail-Adressen und in den Backlinks anderer Seiten, und ein späterer Wechsel kostet Sichtbarkeit und Vertrauen. Die folgende Checkliste geht die Entscheidung in der Reihenfolge durch, in der sie sich sinnvoll treffen lässt.
Den Namen festlegen, bevor die Suche beginnt
Gute Domainnamen sind kurz, lassen sich am Telefon buchstabieren und kommen ohne Bindestriche und Zahlen aus. Ein einfacher Test hilft dabei. Sprechen Sie den Namen einer Person vor, die ihn nicht kennt, und lassen Sie ihn aufschreiben. Weicht die Schreibweise ab, wird sie auch im Alltag abweichen, und ein Teil der Besucher landet bei der falschen Adresse. Sammeln Sie vorab fünf bis zehn Varianten, damit eine vergebene Wunschdomain nicht zum Stillstand führt. Beachten Sie auch, wie der Name in einer E-Mail-Adresse wirkt, denn dort begegnet er Kunden am häufigsten. Ein langer Firmenname mit Rechtsform ist dort sperrig, ein kurzer Markenname lässt sich leichter diktieren und merken.
Ob ein Name noch frei ist, klärt eine Abfrage beim Registrar in Sekunden. Bei hosting.de können Sie eine Domain prüfen, und die KI Domain-Suche schlägt Alternativen vor, wenn der erste Wunsch vergeben ist. Testen Sie bei der Gelegenheit auch Schreibweisen mit und ohne Umlaute, denn .de-Adressen mit ä, ö und ü sind möglich.
Die Endung wählen
Die Endung sendet ein Signal über Zielgruppe und Seriosität. Eine .de-Domain adressiert Kundschaft in Deutschland, und die Basis ist groß. Nach der Jahresstatistik der DENIC waren Ende 2024 rund 17,7 Millionen .de-Domains registriert, davon 2.078.265 bei Inhabern im Ausland.
Wer international auftritt, greift eher zu .com. Eine .eu-Domain setzt voraus, dass der Inhaber seinen Sitz oder Wohnsitz in der EU oder im EWR hat, und passt zu Projekten mit europäischer Ausrichtung. Für Kundschaft in Österreich oder der Schweiz bieten sich .at und .ch an. Neue Endungen wie .shop oder .app können aussagekräftig sein, sind vielen Nutzern aber weniger vertraut. Allein bei hosting.de stehen über 800 Endungen zur Auswahl.
Ein häufig übersehener Punkt sind die Verlängerungspreise. Domainpreise im Angebot gelten oft nur für die Erstregistrierung, und hosting.de weist auf seiner Startseite selbst darauf hin, dass Preise bei Verlängerungen abweichen können. Rechnen Sie deshalb mit dem regulären Jahrespreis und nicht mit dem Aktionspreis des ersten Jahres.
Wer eine Marke aufbaut, sichert häufig neben der Hauptdomain die naheliegenden Varianten, etwa dieselbe Endung in einer anderen Schreibweise oder die .com, und leitet sie auf die Hauptadresse um. Das kostet pro Domain nur einen Jahrespreis und verhindert, dass Dritte vom Tippfehlerverkehr profitieren. Bei kleinen Projekten genügt oft die Hauptdomain, und weitere Registrierungen lassen sich ergänzen, sobald die Marke bekannter wird. Bei zweisprachigen Angeboten lohnt sich eine Hauptdomain mit Sprachpfad, etwa /en/, statt getrennter Domains je Sprache, weil sich Backlinks dann bündeln.
Namens- und Markenrechte prüfen
Eine freie Domain ist noch keine sichere Domain. Wer einen Namen wählt, der einer eingetragenen Marke oder einem Unternehmensnamen ähnelt, riskiert eine Abmahnung und im Streitfall die Löschung oder Übertragung der Domain. Recherchieren Sie deshalb vor der Registrierung im Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts, in der Datenbank des EUIPO für Unionsmarken und im Handelsregister.
Das Namensrecht nach Paragraf 12 BGB schützt außerdem Personen- und Firmennamen. Wer eine Domain nur registriert, um sie später teuer an den Namensträger zu verkaufen, muss mit rechtlichen Schritten rechnen. Auch Wettbewerber verdienen einen Blick. Eine Domain, die der eines Konkurrenten bis auf einen Buchstaben ähnelt, mag frei sein, wird aber leicht als Nachahmung gewertet und ist ein typischer Auslöser von Streit. Halten Sie das Ergebnis Ihrer Recherche schriftlich fest, mit Datum und Suchbegriffen, falls später jemand die Wahl des Namens infrage stellt. Bei Zweifeln lohnt eine kurze Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt für Markenrecht, bevor Visitenkarten und Werbemittel gedruckt sind. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Überblick nicht.
Technische Voraussetzungen vor der Registrierung
Eine Domain braucht Nameserver, und wer mehrere Dienste kombiniert, etwa Website, Newsletter und Shop, profitiert von einer DNS-Verwaltung mit Vorlagen und API-Zugriff. Prüfen Sie, ob der Registrar DNSSEC unterstützt und ob sich Einträge wie A, AAAA, MX und TXT frei bearbeiten lassen. Domain und Hosting sollten sich getrennt kündigen und umziehen lassen, damit ein Anbieterwechsel nicht die Adresse gefährdet.
Für den Umzug zu einem anderen Registrar braucht es einen Autorisierungscode, den der bisherige Anbieter herausgeben muss. Klären Sie vorab, wie schnell das geht und ob dafür Gebühren anfallen. Aktivieren Sie die automatische Verlängerung und hinterlegen Sie eine E-Mail-Adresse für Erinnerungen, die nicht unter der Domain selbst läuft. Verfällt die Domain, fällt sonst auch das Postfach aus, über das die Warnung käme.
Beim Webhosting lohnt außerdem die Frage, ob die erste Domain enthalten ist. Bei den Webhosting-Tarifen von hosting.de ist eine .de-Domain nach Angabe des Anbieters kostenlos inklusive, was bei kleinen Projekten die erste Rechnung senkt. Prüfen Sie in solchen Fällen, ob die Domain nach Vertragsende beim Kunden bleibt und wer als Inhaber eingetragen wird.
Nach der Registrierung
Direkt nach der Registrierung gehören vier Dinge auf die Liste. Zuerst die Weiterleitung von www auf die Hauptadresse oder umgekehrt, damit Suchmaschinen nur eine Variante indexieren. Danach ein TLS-Zertifikat, das viele Anbieter kostenlos über Let's Encrypt einrichten. Drittens die E-Mail-Authentifizierung mit SPF, DKIM und DMARC, damit Nachrichten von der neuen Domain nicht im Spam landen. Schließlich ein Zugang zum Registrar mit Zwei-Faktor-Authentifizierung, denn wer das Konto übernimmt, übernimmt die Domain.
Notieren Sie außerdem Registrierungs- und Ablaufdatum sowie den Namen des Inhabers, wie er im Vertrag steht. Bei einer Firmendomain sollte als Inhaber das Unternehmen eingetragen sein und nicht die Person, die die Registrierung zufällig vorgenommen hat. Verlässt diese Person später die Firma, bleibt die Domain sonst an ihr hängen.
Legen Sie schließlich einen Termin fest, an dem Sie alle Einträge einmal im Jahr prüfen. Alte Subdomains, vergessene Testumgebungen und nicht mehr genutzte DNS-Einträge sind ein beliebtes Einfallstor, weil Angreifer verwaiste Verweise übernehmen können. Ein kurzer Eintrag im Teamkalender genügt.